Beratung Kreditwesen
Jahrelange Projekterfahrung
Unsere Beratungs- und Projekttätigkeit konzentriert sich auf Anwendungsdesign, -entwicklung und -betreuung im Finanzdienstleistungsbereich und dort speziell im Kreditwesen.Der Schwerpunkt liegt bei Client/Server-Applikationen unter den verschiedensten Plattformen. Die Erfahrungen erstrecken sich von modernsten SOA-Architekturen bis hin zu Fat-Client-Anwendungen.
In den vergangenen Jahren haben wir u.a. Projekte bei einem großen norddeutschen Finanzdienstleister unterstützt. Unser Kunde ist Tochterunternehmen einer Landesbank, aber auch für Konzernunternehmen und Kooperationspartner tätig.
Experten im Kreditwesen
Zuletzt waren wir dort mit der Entwicklung einer Lösung für die konfigurierbare und regelgesteuerte Standardisierung des Kreditprozesses, sowohl im Privatkunden-/Retail- als auch im komplexeren Firmenkundengeschäft, befasst. Das Projekt startete Mitte 2004, die Anwendung wird seit Anfang 2006 bei den Kooperationspartnern im norddeutschen Raum eingesetzt und seitdem laufend erweitert.Projektziel war die standardisierte Neustrukturierung sowie effiziente und fallabschließende Umsetzung des Kreditprozesses. Dazu gehören neben einem Ineinandergreifen der Aufgaben des Front- und Backoffice auch Aspekte wie die Integration von Rating- und Scoringverfahren zur Bonitätsbeurteilung.
Neben einer umfassenden Neuentwicklung integriert eine regelbasierte (Experten-)Steuerung Aktivitäten aus einzelnen, bereits vorhandenen Standalone-Applikationen. Die entstandene Gesamtanwendung bildet den Workflow und die gesamte Bandbreite des Kreditprozesses von der Akquise bis zum Vertragsdruck im Sinne einer Kreditfabrik ab.
Zeitgemäße Technologien
Ein zeitgemäßes Browser-Frontend führt die Bediener über entsprechende Oberflächenelemente und Assistenzfunktionen durch die Anwendung. Pflichtfelder in den Eingabemasken und Plausibilitätsprüfungen schaffen korrekte Daten, die zentral gehalten werden und an jeder Stelle im weiteren Prozess verfügbar sind. Damit werden redundante Tätigkeiten, wie manuelle Mehrfacherfassungen, vermieden und die Abläufe im Kreditprozess optimiert.Über ein offenes Schnittstellenkonzept werden externe, juristische Systeme integriert: Durch die moderne Web-Technologie können auch externe Abteilungen, z.B. eine Kreditservicegesellschaft, nahtlos eingebunden werden.
Extreme Programming
Statt des üblichen sequenziellen Projektmusters nach dem Wasserfallmodell mit Vorkonzeption, Fachkonzeption, Realisierung, Test und Produktion wurde in Abstimmung mit dem Fachbereich ein iteratives Modell gewählt, das unter dem Begriff „Extreme Programming“ bekannt ist.Bei diesem Modell beginnt die Programmentwicklung auf Basis eines Grobkonzeptes, also noch bevor das eigentliche Fachkonzept vorliegt. Dieses entsteht sukzessive im Verlauf der Anwendungsentwicklung. Ebenso starten die Fachbereichstest bereits zu einem Zeitpunkt, an dem nur Teile der Anwendung fertig gestellt sind. Der Vorteil dieses Verfahrens liegt vor allem in der schnelleren Rückkopplung mit dem Fachbereich. Die Folge ist eine höhere Akzeptanz und Identifikation der Ergebnisse im Fachbereich. Sowohl Anwender als auch die Entwickler erhalten auf diese Weise ein genaueres Bild von den fachlichen Anforderungen.
Die Risiken dieses Vorgehens lassen sich nur durch ein konsequentes Change-Management kontrollieren. Die Erfahrung hat jedoch gezeigt, dass sich nur so komplexe und langfristige Projekte optimal realisieren lassen. Statt in einem großen Schritt werden in mehreren kleineren Abständen neue Funktionen für die Gesamtanwendung freigeben und das Projektrisiko dadurch reduziert.
Technische Realisierung
Die Anwendung basiert auf einer Dreischichten-Architektur, die im Frontend über JSPs (Java Server Pages) die Anwendung im Browser präsentiert. Der Server ist ein Application-Server auf Basis einer J2EE Architektur. Als Backend wird der vorhandene Host verwendet.Die Kommunikation zwischen Webserver und Clients basiert auf HTTP bzw. HTTPS. Die Anbindung des Hosts erfolgt über den Aufruf von Sachfunktionen auf dem Host.
Herzstück der Anwendung ist ein konfigurierbares Regelwerk. Es ermöglicht eine flexible Ablaufsteuerung und Regelung der einzelnen Kreditprozesse. Ein regelbasiertes Unterlagenmanagement dient zur Initiierung bzw. Kontrolle der erforderlichen Vorlagen im Hinblick auf §18 Kreditwesengesetz (KWG) und den jeweiligen Kreditfall.
Offene Interfacedefinitionen auf XML-Basis im Sinne von Enterprise Application Integration (EAI) bilden die Grundlage für Schnittstellen, welche die Daten an die zentralen Verfahren wie Kunden- und Darlehensystem weiterreichen, um eine Mehrfacherfassung der Daten über unterschiedliche Systeme zu vermeiden, sowie eine universelle Terminsteuerung als System zur Übertragung der Vorgänge zwischen Markt und Marktfolge, mit deren Hilfe ein Kreditvorgang Schritt für Schritt weitergeleitet wird.
